14.11.2004

JETZT IM KINO

Kampf um öffentliche Aufmerksamkeit

Derzeit ist der österreichische Dokumentarfilm "Info-Wars" in den heimischen Kinos zu sehen.

Der Film zeichnet das Bild der ersten vernetzt aufgewachsenen Generation, ihren Umgang mit Globalisierung und der zunehmenden Macht der multinationalen Konzerne.

Gleichzeitig beschreibt er den Kampf um die Kontrolle der ultimativen Ressource der Informationsgesellschaft: Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Auszüge aus dem Inhalt

Nachdem ein US-Spielehändler mit Hilfe eines kalifornischen Bezirksgerichts einer europäischen Künstlergruppe ihre Internetadresse wegnimmt, beginnt eine beispiellose Solidarisierungswelle.

Die Auseinandersetzung zwischen der europäischen Künstlergruppe etoy und dem US-Spielzeughändler eToys ist als toywar bekannt.

Im "teuersten Kunsthappening der Geschichte" wurden in wenigen Wochen sechs Milliarden Dollar verheizt - sofern man davon ausgehen will, dass die Aktienkurse jener Zeit irgend etwas mit Realität zu tun hatten.

Während der US-Präsidentschaftswahlen 2000 erregt eine Website namens [v]oteauction großes Aufsehen. Verspricht die Seite doch, einzelnen Wählern ihr Stimmrecht in bare Münze verwandeln zu können.

Die US Wahlbehörden sind nicht amüsiert und 14 Bundesstaaten klagen. Selbst dann noch, als die Seite an eine österreichische Gruppe übertragen wird.