Kampf um öffentliche Aufmerksamkeit
Derzeit ist der österreichische Dokumentarfilm "Info-Wars" in den heimischen Kinos zu sehen.
Der Film zeichnet das Bild der ersten vernetzt aufgewachsenen Generation, ihren Umgang mit Globalisierung und der zunehmenden Macht der multinationalen Konzerne.
Gleichzeitig beschreibt er den Kampf um die Kontrolle der ultimativen Ressource der Informationsgesellschaft: Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.
In den 90 Doku-Minuten kommen unter anderem der als "DVD Jon" berühmt gewordene norwegische Teenager Jon Johansen zu Wort, der den DVD-Kopierschutz ausgehebelt hat. Auch Jack Valenti, ehemaliger Präsident der US-Filmindustrie kommentiert in einem Kurzauftritt den Streit um DeCSS.
Trailer "Info-Wars"Auszüge aus dem Inhalt
Nachdem ein US-Spielehändler mit Hilfe eines kalifornischen Bezirksgerichts einer europäischen Künstlergruppe ihre Internetadresse wegnimmt, beginnt eine beispiellose Solidarisierungswelle.
Die Auseinandersetzung zwischen der europäischen Künstlergruppe etoy und dem US-Spielzeughändler eToys ist als toywar bekannt.
Im "teuersten Kunsthappening der Geschichte" wurden in wenigen Wochen sechs Milliarden Dollar verheizt - sofern man davon ausgehen will, dass die Aktienkurse jener Zeit irgend etwas mit Realität zu tun hatten.
Während der US-Präsidentschaftswahlen 2000 erregt eine Website namens [v]oteauction großes Aufsehen. Verspricht die Seite doch, einzelnen Wählern ihr Stimmrecht in bare Münze verwandeln zu können.
Die US Wahlbehörden sind nicht amüsiert und 14 Bundesstaaten klagen. Selbst dann noch, als die Seite an eine österreichische Gruppe übertragen wird.
Kinovorstellungen
Von Sonntag, 14.11. bis Mittwoch 17.11. täglich um 21 Uhr im
Top-Kino, am Freitag, 19.11. und Samstag 20.11. um 19 Uhr im
Schikaneder und ab Sonntag, 21.11. bis Montag 29.11. um 21 Uhr im
Schikaneder.
Schikaneder
Top-Kino
