14.11.2004

"MATRIX"

Erste Schritte zum "Semantic Web"

Die Idee des semantischen Webs hat Tim Berners Lee - der Vater des World Wide Web - bereits 1994 vorgestellt.

1998 veröffentlichte das World Wide Web Consortium [W3C] die Spezifikation der eXtensible Markup Language XML, die es ermöglicht, Text auf Webseiten mit beschreibenden Markierungen zu versehen.

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Ein Computer ist nach menschlichem Ermessen dumm und kann Zusammenhänge, die für einen Menschen selbstverständlich sind, nicht herstellen, so Thomas Eiter vom Institut für Informationssysteme der TU Wien.

Die Bestrebungen, das Internet intelligenter zu machen, laufen unter dem Begriff "Semantic Web".

Das Semantic Web ist also ein World Wide Web, das die Bedeutung von Informationen verstehen kann. Dafür müssen Texte oder Bilder mit Zusatzinformationen versehen werden, die ein Computer lesen kann.

Vorstufe des Semantic Web

Am Institut für Informationssysteme der TU Wien wurde schon eine Art Vorstufe für das Semantic Web entwickelt, die unter dem Namen "Lixto" läuft. Lixto steht für logical information extraction tool und kann nach einer Einschulung selbständig Informationsklassen erkennen, sammeln und in eine Datenbank einordnen.

So ist es möglich, zum Beispiel Preise von bestimmten Waren auf verschiedenen Websites der Konkurrenz regelmäßig überprüfen zu lassen. Lixto kann diese Daten beobachten und bei der Änderung von Preisen automatische eine e-mail an zum Beispiel die Marketingabteilung der Firma schicken.

Derartige Marktbeobachtungen werden von vielen Firmen gemacht, allerdings von Menschen. Diese Arbeit ist einerseits langweilig, andererseits langwierig und fehleranfällig. Lixto ist schneller und billiger.

Vorläufig muss jedoch der Mensch dem Programm beibringen, was es tun soll. Wären die Daten nicht als HTML sondern als XML vorhanden, ginge das noch wesentlich einfacher.