09.11.2004

AIR FORCE

US-Militär interessiert an Psychokinese

Das US-Militär ist bekanntlich an einem breiten Feld an Forschungsthemen interessiert - nun will sie auch die Forschung zur Teleportation der Psyche finanziell unterstützen.

In einem 88-seitigen Bericht, der im Auftrag der US Air Force erstellt wurde, erklärt Autor Eric Davis, dass die "Psychische Teleportation" alleine durch die Kraft der Gedanken "ziemlich real und kontrollierbar" ist. Als Untermauerung werden dazu Berichte über UFOs und Forschungen des US-Militärs zu dem Phänomen der biegsamen Löffel zitiert.

Der Bericht, der 25.000 Dollar kostete, schlägt zur weiteren Erforschung der Psychokinese die Bereitstellung von 7,5 Millionen Dollar auf die nächsten fünf Jahre vor. US-Wissenschaftler äußerten sich kritisch zu dem Bericht und stellten die Verteilung der Forschungsgelder durch das US-Militär in Frage.

"Physik für Spinner"

¿Das ist größtenteils Physik für Spinner¿, kommentiert etwa Lawrence Kraus von der Case Western Reserve Universität den Bericht. Er werfe Fragen zur wissenschaftlichen Kontrolle der US-Air Force auf, so Steven Aftergood von der Federation of American Scientists.

Einige Experten kritisieren bereits seit längerem einen gewissen Hang des US-Militärs an solchen, streng genommen unwissenschaftlich betrachteten, Forschungsgebieten. So wurde beispielsweise mit dem "Remote Viewing"-Projekt erforscht, ob allein mit der Psyche die Sowjetunion ausspioniert werden kann.

Die Air Force selbst kommentierte den Bericht damit, dass dieser einzig und alleine die Ansichten des Autors widerspiegle und nicht unbedingt die offizielle Strategie der Air Force, des US-Verteidigungsministeriums oder der US-Regierung.