BitTorrent und Kuschelcode

ö1
15.02.2008

"Matrix" zeigt, wer an der Zukunft strickt

Am Sonntag hören Sie um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" Beiträge zu folgenden Themen:

Code zum Kuscheln

Stricken gilt mittlerweile auch unter jungen Medienkünstlern als schick. Sie schwingen aber nicht die Stricknadeln, sondern knüpfen Maschen mit Maschinen, denn diese kann man programmieren. Anstelle von Zopfmustern, Norwegermaschen oder Katzenmotiven verstecken sie jedoch den Code einer Kreditkarte oder die Tagesnachrichten in den Mustern von Schals und Pullovern.

Die Maschengebilde und ihre Träger verwandeln sich dadurch in mobile Displays mit geheimen Botschaften in Form von Pixeln, Streifen oder PacMan-Figuren. Anna Masoner fand die Arbeiten bestrickend.

Gar nicht illegal

Wenige Stunden nach der ersten Ausstrahlung einer US-amerikanischen Serienfolge lässt sich diese bereits über Websites wie The Pirate Bay und Mininova herunterladen - kostenlos und ohne Einverständnis der Urheber. Als Werkzeug für den Download dient üblicherweise BitTorrent, das damit für viele Netznutzer zum Synonym für Fernseh- und Kinofilm-Downloads geworden ist.

BitTorrent ist jedoch auch der Name einer Firma, die versucht, P2P-Technologie für legale Downloads populär zu machen. Das in San Francisco ansässige Unternehmen wurde Ende 2004 vom BitTorrent- Erfinder Bram Cohen und seinem Geschäftspartner Ashwin Navin gegründet und betreibt unter anderem einen P2P-Download-Shop für Videoinhalte.

Die großen Film- und Fernsehstudios bestehen jedoch darauf, dass BitTorrent seine Inhalte nur mit restriktivem Digital Rights Management verkauft. Allzu viele Kunden konnte die Firma deshalb bisher nicht gewinnen, doch bei BitTorrent glaubt man fest daran, dass sich das Blatt bald wenden wird. Vom Aufwind an der Westküste berichtet Janko Röttgers.

(matrix)