Geplante Managerhaftung "völlig überzogen"
Der scheidende Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat die geplante Novelle zur Managerhaftung in Deutschland kritisiert.
In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" nannte Pierer die geplanten Regeln "völlig überzogen". "Da wird doch unterstellt: Die Manager belügen die Öffentlichkeit. Das sind meines Erachtens großartige Ablenkungsmanöver von den wirklichen Problemen des Landes", sagte Pierer, der Ende Jänner 2005 von der Vorstands- an die Aufsichtsratsspitze wechseln will.
Vorstand hat 31,6 Mio. Euro verdient
"Der Spiegel" berichtet, auch Siemens wolle nun die
Vorstandsbezüge offen legen. In seinem neuen Bericht für das Ende
September abgelaufene Geschäftsjahr wolle das Unternehmen die
Gehälter der zwölf Führungskräfte einzeln ausweisen. Wie hoch die
Vergütungen von Konzernchef Pierer und seinen Vorständen exakt
ausgefallen sind, werde allerdings erst im gedruckten Jahresbericht
nachzulesen sein, der Ende November erscheine. Noch 2003 hätten der
Siemens-Chef und seine Kollegen inklusive Boni und Aktienoptionen
31,6 Millionen Euro verdient.
Siemens gibt Handysparte nicht auf
