Dell mustert AMD-Rechner aus
Großteil aus US-Webshop entfernt
Der Computerhersteller Dell hat den Großteil seines Angebots an Rechnern mit AMD-Prozessoren für Privatkunden aus seinem US-Webshop genommen, berichtete das "Wall Street Journal". AMD-Rechner für Privatkunden sollen in den USA jedoch weiterhin über den physischen Einzelhandel und über den Telefonverkauf angeboten werden, hieß es.
AMD-Rechner und -Server für Geschäftskunden können hingegen weiterhin über die US-Website des Computerherstellers bestellt werden. Für Privatkunden ist dort nur noch ein AMD-Rechner erhältlich.
"Angebot angepasst"
Gründe für den Schritt nannte das Unternehmen nicht. "Wir passen unser Angebot laufend an", sagte ein Dell-Sprecher der Zeitung.
Ein AMD-Sprecher sagte, dass sich der Schritt finanziell kaum auf den Konzern auswirken werde, da die Rechner nun im physischen Einzelhandel erhältlich seien. Man fühle sich in der Partnerschaft mit Dell auch weiterhin sehr wohl. Analysten rechnen mit einem steigenden Preisdruck auf den Chiphersteller.
Seit 2006 im Angebot
AMD hatte Dell jahrelang umgarnt, bevor der Computerhersteller im Jahr 2006 seine Exklusivvereinbarung mit Intel brach und auch AMD-Rechner ins Angebot nahm.
Dell hatte erst im vergangenen Jahr, zunächst in den USA, damit begonnen, seine Rechner neben dem Direktvertrieb über Web und Telefon auch über die Filialen ausgesuchter Handelsketten anzubieten.
Seit Anfang 2008 haben auch die europäischen Ketten Carrefour und Tesco Dell-Computer in den Regalen.
(futurezone | AP)
