Bushs Website mit Zugangsbeschränkung
Die offizielle Website des US-Präsidentschaftskandidaten George W. Bush ist derzeit nur für Besucher aus den USA geöffnet.
Wie Netcraft als erster berichtete, erhalten Testrechner in Amsterdam, London und Sydney seit Anfang letzter Woche beim Ansurfen von georgewbush.com keine Antwort [bzw. die Nachricht, dass der Zugriff verweigert wird], während die Site von Rechnern in den USA mühelos angezeigt wird.
Laut Netcraft werden Abfragen zu den DNS-Einträgen von außerhalb nicht durchgeführt. Der Zugriff auf Bushs Website über die IP-Adresse 65.172.163.222 war zumindest zeitweise durchaus möglich.
Bush-Sprecher Scott Stanzel nannte letzte Woche Sicherheitsgründe als Grundlage für die Maßnahme. Mite Oktober dürfte die Website unter Beschuss einer DoS-Attacke [Denial of Service] gekommen sein.
Damit können auch US-Bürger, die derzeit nicht in den USA sind, nicht ohne US-Proxy auf die Website zur Wiederwahl von George W. Bush surfen.
Georg W. Bush: Access DeniedAkamai liefert Server-Verteilung
Der Traffic zu georgewbush.com wird laut Netcraft seit 21. Oktober von Akamai geleitet, das für die Traffic-Organisation ein eigenes Content-Distribution-Netzwerk [CDN] anbietet. Dabei wird die Last auf einige der weltweit rund 15.000 Server verteilt, um Spitzenzeiten besser auszugleichen.
Solche Systeme werden von vielen Websites genutzt, die mit hohen Zugriffszahlen umgehen müssen. Auch Bush-Gegner John Kerry lässt die File-Downloads auf seiner Website von Akamai managen. Microsoft nutzte Akamais Server-Farm, um während des Angriffs des "Blaster"-Wurms die Website für das Windows-Update online zu halten.
Akamai bietet mit EdgeScape aber auch ein Service an, das für bestimmte Gebiete den Zugriff verweigert. Die Kriterien werden vom Website-Betreiber selbst definiert und dann vom Anbieter umgesetzt.
Performance der Zugriffe [Netcraft]
