E-Government killt IT-Arbeitsplätze
Die öffentliche Hand grabe mit ihren Angeboten zum E-Government [elektronischer Amtsweg] IT-Firmen das Wasser ab, so der Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie [UBIT] der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ].
"Unter Einsatz von Steuermitteln werden Unternehmen und Arbeitsplätze gefährdet", so der WKÖ-Experte Dieter Zoubek. Als Beispiel nannte er die Informationsplattform des Bundeskanzleramtes, help.gv.at, auf der Formulare kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
"Gerade in diesem Bereich der transaktionsorientierten Formularlösungen sind aber viele Informatikdienstleister tätig und können plötzlich eigene Lösungen, in die jahrelang investiert wurde, nur mehr schwer an den Mann bzw. die Frau bringen", so Zoubek weiter.
Der Fachverband hat daher einen Beschluss gefasst, wonach öffentliche Körperschaften Informatikdienstleistungen nur mehr dann kostenlos anbieten dürften, wenn dafür eine ausdrückliche gesetzliche Regelung vorliegt.
E-Government-Gesetz in Kraft"Wir halten es für indiskutabel, wenn Ministerien und andere Gebietskörperschaften - und zwar ohne dafür vom Gesetzgeber ermächtigt worden zu sein - Mitgliedsbetriebe und Arbeitsplätze der Informatikbranche in ihrer Existenz gefährden", so Fachverbandsobmann Friedrich Bock.
