Cisco warnt vor Konjunkturschwäche
Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco blickt nach einem erfolgreichen ersten Geschäftshalbjahr sorgenvoll in die Zukunft.
Die Kunden in Europa und den USA zeigten sich zunehmend zurückhaltend, warnte Konzernchef John Chambers am Mittwochabend in San Jose [Kalifornien].
Der Umsatz werde mit einem erwarteten Plus von zehn Prozent vorerst schwächer wachsen als bisher angepeilt. Analysten hatten bisher im Schnitt ein Wachstum von 15 Prozent erwartet.
Außerdem verzichtete das Unternehmen wegen der unklaren Konjunkturaussichten auf eine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.
Anleger enttäuscht
Unter dem Strich verdiente Cisco im abgelaufenen zweiten Quartal 2,1 Milliarden Dollar und damit gut sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn je Aktie stieg von 0,31 auf 0,33 Dollar. Der Umsatz kletterte um 16,5 Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar [6,7 Mrd Euro].
Die Anleger schickten die Cisco-Aktie trotz der guter Quartalszahlen umgehend auf Talfahrt. Im nachbörslichen Handel brach der Titel um mehr als sieben Prozent auf 21,40 Dollar ein. Die Erwartungen der Analysten hat Cisco mit seinen Zahlen hingegen erfüllt.
Cisco gilt als einer der Leitwerte für die Stimmung in der Technologiebranche und in der Folge auch für weite Teile der übrigen Wirtschaft. Erst vor drei Monaten hatte Chambers mit einer Warnung vor sinkenden Bestellungen in den USA die Aktienmärkte am nächsten Tag schwer belastet.
(Reuters | dpa)
