Infineon bleibt in den roten Zahlen
Speicherchiptochter Qimonda drückt Ergebnis
Der Halbleiterkonzern Infineon hat im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres erwartungsgemäß einen herben Verlust eingefahren.
Vor allem der hohe Fehlbetrag der Speicherchiptochter Qimonda habe zu einem Minus von 396 Mio. Euro geführt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit.
Ohne die Sparte, von der sich Infineon bis spätestens Anfang 2009 trennen will, habe das Betriebsergebnis [EBIT] 65 Millionen Euro betragen. Im Vorquartal wurde noch ein operativer Verlust von 25 Millionen Euro erwirtschaftet.
Umsatz gesunken
Der Umsatz ohne Qimonda sei verglichen mit dem Vorquartal um drei Prozent auf 1,09 Mrd. Euro zurückgegangen.
Für das gesamte Geschäftsjahr, das Ende September endet, erwartet Infineon ohne Qimonda ein Umsatzwachstum im "hohen einstelligen Prozentbereich".
Der Gewinn wird allerdings hauptsächlich aus der Auto- und Industriechipsparte kommen. Das Segment für Telekommunikations-Halbleiter werde trotz eines Umsatzwachstums von bis zu 30 Prozent rote Zahlen schreiben.
(Reuters)
