24.10.2004

GESUCHT

Journalist im Irak dank Google frei

Ein australischer Journalist, der Mitte Oktober im Irak entführt wurde, befindet sich wieder in Freiheit - weil die Entführer sich mit der Internet-Suchmaschine Google von dessen Neutralität überzeugt hatten, berichtet "Spiegel Online".

John Martinkus, ein erfahrener Kriegsreporter, hatte für den australischen Fernsehdienst SBS an einer Reportage über den schiitischen Rebellenführer Moktada al-Sadr gearbeitet, als er, auf vermeintlich sicherem Gelände, direkt gegenüber der australischen Botschaft in Bagdad von Unbekannten verschleppt wurde. Die Geiselnehmer verhörten Martinkus und bedrohten ihn mit dem Tode - offenbar glaubten sie, er sei Mitarbeiter der Amerikaner.