24.10.2004

URTEIL

"Spam King" muss Spyware abdrehen

Ein Richter hat Stanford Wallace, auch bekannt als "Spam King", dazu aufgefordert, die Verbreitung seiner Spyware zu unterlassen.

Wallace hatte über seine Unternehmen SmartBot.net und Seismic Entertainment Productions Software entwickelt, die Sicherheitslücken ausnutzt, um User mit Werbung zu bombardieren. Konkret wurden Lücken in Webbrowsern und Betriebssystemen genutzt, um das Surfverhalten der User zu tracken. Darauf abgestimmt landete Werbung in Form von Popups beim Benutzer.

"Wir sehen das Urteil als Wohltat für den Konsumenten", freut sich FTC-Anwältin Laura Sullivan. Der Anwalt von Wallace versprach, sein Klient werde sich künftig auf den legalen Wegen der Werbewelt bewegen.

Wallace war früher Chef von Cyber Promotions, einem Unternehmen, das bis zu 30 Millionen Spammails täglich verschickte. Seine Tätigkeit hat ihm den Spitznamen "Spam King" eingehandelt. Nach Klagen von America Online und CompuServer verließ Wallace jedoch das Unternehmen.