4.000 Geschädigte durch Pyramidenspiel
Zwei Österreicher und ein Deutscher haben mit einem groß angelegten Betrug über das Internet mehr als 4.000 Menschen in Österreich und den Nachbarländen um mehr als acht Millionen Euro geprellt.
Nach Angaben der Polizei hatten die Männer seit März dieses Jahres in einer Art Pyramidenspiel, jeder Teilnehmer muss neue Mitspieler gewinnen, eine Verachtfachung des Kapitals innerhalb von vier Monaten versprochen.
Als Minimaleinsatz wurden 400 Euro verlangt. Die Gewinnbeteiligung - unter anderem über Währungsgeschäfte - sollte bei bis zu einem Prozent pro Tag liegen.
In Österreich verboten
Pyramidenspiele oder Gewinnerwartungssysteme sind laut dem
österreichischen Strafgesetzbuch Paragraph 168a verboten. Auch das
Weiterschicken und Ausprobieren ist verboten.
Arbeiterkammer zu PyramidenspielenAlle drei Betreiber in Haft
Dafür wurde eine Gebühr von rund 400 Euro verlangt. Den stillen Gesellschaftern wurden Gewinnbeteiligungen zwischen 0,8 und einem Prozent pro Tag zugesagt.
Durchschnittlich zahlten die "Teilnehmer" nach Polizeiangaben etwa 1.000 Euro in die Konten der Betrüger, doch gab es auch Teilnehmer, die bis zu 100.000 Euro investierten.
Die Betrüger benutzten das Geld, und sich hohe Gehälter auszuzahlen und teure Autos zu kaufen.
Die Polizei konnte inzwischen mindestens acht Millionen Euro auf den Konten der Männer sicherstellen.
In Zürich wurden am Freitag ein 47-jähriger Österreicher und ein 53-jähriger Deutscher im Zusammenhang mit dem Betrug festgenommen. Der Dritte im Bunde wurde in Tirol verhaftet.
