PeopleSoft wieder mit schwarzen Zahlen
Der US-Softwarekonzern PeopleSoft hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben.
In den drei Monaten sei ein Netto-Gewinn von 24 Millionen Dollar [19,0 Mio. Euro] oder sechs Cent pro Aktie erzielt worden, teilte das in Kalifornien beheimatete Unternehmen am Donnerstag mit.
Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 7,3 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie angefallen, als die Kosten für die Übernahme des Konkurrenten J.D. Edwards zu Buche schlugen.
Den Quartalsumsatz gab PeopleSoft mit 699 Millionen Dollar an. Das entspricht einem Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten zeigten sich erfreut von dem Ergebnis. "Die Daten sind außerordentlich, wenn man die Umstände und all die Sorgen wegen des Übernahmeversuchs durch Oracle betrachtet", sagte Jim Shepherd von AMR Research.
PeopleSoft wehrt sich seit Monaten gegen einen milliardenschweren Übernahmeversuch des Konkurrenten Oracle. Erst am Donnerstag hatte Oracle sein Angebot in Höhe von 7,7 Milliarden Dollar erneuert. Beide Firmen konkurrieren auf dem Gebiet der Unternehmenssoftware mit dem Walldorfer SAP-Konzern.
Oracle will weniger für PeopleSoft zahlenEU billigt Übernahme
Die EU-Kommission will das Übernahme-Angebot am kommenden Dienstag in Straßburg billigen. Das verlautete am Freitag in Brüssel.
Die Kommission hatte das Angebot wegen Wettbewerbsbedenken in einer vertieften Wettbewerbsprüfung unter die Lupe genommen.
