Erster WLL-Anbieter in Wien gestartet
In Wien ist mit Centrowave, ein Joint Venture der österreichischen Raiffeisen Informatik Beteiligungs GmbH und der Schweizer Mount Vernon AG, der erste Wireless Local Loop-Anbieter im 26 GHz-Bereich "on air" gegangen.
Sie hat eine Frequenzlizenz von der Firma Star 21 gekauft, die diese ihrerseits bereits im Februar 2001 erworben hatte, aber nie operativ tätig worden war. Nie aktiv wurde auch das Unternehmen Broadnet, der zweite Anbieter, der damals Lizenzen erworben hatte.
Centrowave konzentriert sich laut eigenen Angaben ausschließlich auf Geschäftskunden und plant nach dem Netzausbau in Wien, der noch heuer abgeschlossen werden soll, die Expansion in weitere Landeshauptstädte.
Derzeit decke man mit sieben Mitarbeitern rund 80 Prozent aller Wiener Businesskunden ab. Eine einzelne Funkstation hat demnach einen Senderadius von sieben Kilometern.
Die Versteigerung der 3,5 GHz-Frequenzen hatte kürzlich nach elf Runden einen Auktionserlös für den Staat von 464.000 Euro gebracht. Die vier Unternehmen Telekom Austria [TA], Telekabel, Schrack Mediacom und Teleport haben dabei alle 17 zur Versteigerung gebrachten Frequenzen ersteigert.
WLL-Versteigerung brachte 464.000 EuroÜberbrückung der "Letzten Meile"
Mit Wireless Local Loop [WLL] können Telekom-Anbieter ihre Kunden per Richtfunk an das eigene Netz anbinden, ohne für die "letzte Meile" vom Wählamt zum Teilnehmer-Anschluss das Kupferkabel der Telekom Austria benützen zu müssen. Im Gegensatz zur gerade abgeschlossenen 3,5 GHz WLL-Ausschreibung, operiert Centrowave im 26 GHz-Bereich.
