Universal Frankreich senkt CD-Preise
Universal USA hat schon vor einem Jahr seine Preise um ein Viertel gesenkt, nun zieht der Frankreich-Ableger des Labels in Europa nach.
Mit der Senkung der CD-Preise um 25 Prozent, versucht man vor allem die jungen Leute von illegalen Downloads abzubringen.
Ab sofort kostet eine CD-Single höchstens 3,99 Euro, während zuvor der Preis zwischen 5,20 und 5,35 Euro geschwankt ist.
"Dank dieses sehr niedrigen Preises wird der Zugang zu den CDs erleichtert", betonte Pascal Negre, Geschäftsführer von Universal Music France.
Auswirkungen auf Österreich?
Ob auch in Österrreich mit einer Preissnkung zu rechnen ist, ist
bisher nicht bekannt. Eine Anfrage der futurezone bei Universal
läuft. Im Vorjahr erklärte Hannes Eder, Geschäftsführer von
Universal Austria, noch: "Wir machen wie der Rest von Europa diese
Preissenkung [von Universal USA] nicht mit"
CDs werden billiger - nicht in EuropaWal-Markt will US-Preise weiter drücken
In den USA will der Handelsriese Wal-Mart künftig alle CDs für weniger als zehn Dollar anbieten und übt dazu aktuelle Druck auf die Labels aus.
Die Industrie müsse eben ihre Verkaufspreise entsprechend senken, um das Schnäppchen möglich zu machen, sollen die Wal-Mart-Einkäufer verlangt haben. Dies berichtet der "Rolling Stone".
Wal-Mart verkauft in den USA fast 20 Prozent aller Major-Tonträger, gemeinsam mit anderen Handelsketten kommt man sogar auf einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Die Musikverkäufe machen dabei aber nur zwei Prozent des Umsatzes aus.
Die Labels fürchten nun einfach aus den Regalen zu fliegen, sollte man dem Druck von Wal-Mart nicht nachgeben.
Auch EMI senkt die Preise
Auch EMI hat im Fachmagazin "Musique Info Hebdo" eine
CD-Preissenkung ab dem 1. November angekündigt. Die großen
Plattenverlage haben in Frankreich ihre Bemühungen intensiviert,
gegen das illegale Herunterladen von Liedern anzukämpfen.
Standpauke für Frankreichs Musikindustrie
