15.10.2004

GORBACH SAGT

"Guter Tag für Österreichs Verkehrspolitik"

Ein Telematikrahmenplan zur Steuerung aller Verkehrswege in Österreich ist am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Rund eine Milliarde Euro soll in den nächsten 15 Jahren investiert werden, nach etwa acht Jahren soll der Nutzen die Kosten überwiegen, meinte Verkehrsminister Hubert Gorbach [FPÖ].

"Heute ist ein guter Tag für Österreichs Verkehrspolitik", so Gorbach. Ziel sei es, durch den intensiven Einsatz von Informations- und Managementnetzen die vorhandenen Verkehrswege "zu Wasser, zu Lande und in der Luft" besser zu nutzen.

Künftig soll es etwa möglich sein, via Handy nicht nur die beste und schnellste Verbindung abfragen zu können, sondern während der Fahrt auch alle aktuellen Verkehrsinformationen zu erhalten.

250 Mio. Euro Einsparungen

Einer der großen Nutznießer wird laut Gorbach der Individualverkehr sein. Die Zahl der Toten und Verletzten auf Österreichs Straßen soll jährlich um 30 bzw. 650 verringert werden.

Die Erhöhung der Kapazität auf den Autobahnen um zehn Prozent und die Verringerung der Wartezeiten im Stau um drei Prozent könnte eine Ersparnis der Staukosten um jährlich 190 Mio. Euro bringen, 57 Mio. Euro die Einsparung der Unfallfolgekosten.

Rund 100 Einzelmaßnahmen wurden für den Telematikrahmenplan geprüft, sagte Projektleiter Reinhard Pfliegl von Via Donau. Ein eigener Beirat soll die Abstimmung und Koordination der Maßnahmen überwachen. Laut Pfliegl wird das Projekt auch große Auswirkungen auf die Industrie haben, da zur Verkehrssteuerung auch die geeignete Hard- und Software hergestellt werden muss.