Klanganalyse entlarvt Geldfälscher

Tonresonanz
02.02.2008

Japans Polizei hat ein Programm entwickelt, welches Falschgeld nicht nur erkennen, sondern auch einzelnen Fälschern zuordnen kann.

Der Klangtest ist seit Jahrzehnten eine bekannte Methode zur Erkennung von gefälschten Münzen.

Mit einer neu entwickelten Software können gefälschte Münzen anhand ihrer exakten Tonresonanz nun eindeutig identifiziert und bei gleicher Machart einem bestimmten Fälscher zugeordnet werden. Prallt die Münze auf eine Metallplatte, entsteht ein Klangmuster in einem bestimmten Frequenzbereich.

Die Polizei von Tokio arbeitet derzeit am Aufbau einer umfassenden Falschgeld-Klangdatenbank.

Besonders 500-Yen-Geldstücke [3,2 Euro] werden in Japan sehr häufig gefälscht. Die häufigsten gefälschten Geldstücke im EU-Raum sind Zwei- und Ein-Euro-Münzen sowie 50-Cent-Münzen.

Erkennen für Laien sehr schwierig

Für Laien lassen sich gefälschte Geldstücke nur sehr schwer erkennen. Für eine Klangzuordnung benötigt man einige Erfahrung und ein gutes Gehör.

Die einfachste Methode ist die Magnetprobe: Gefälschte Münzen sind meistens sehr stark oder gar nicht magnetisch, während echte Ein- und Zwei-Euro-Münzen nur leicht am Magneten haften.

Gängige Münzautomaten überprüfen die eingeworfenen Münzen anhand der Farbe, Rändelung, Gewicht und Schwerpunktlage, den Maßen, dem elektrischen Widerstand sowie dem Magnetismus.

(Nature.com)