UTA-Verkauf an Tele2 vor Abschluss
Der seit Wochen kolportierte Verkauf des größten alternativen Telekombetreibers UTA an die schwedische Telefonfirma Tele2 dürfte am Mittwoch tatsächlich finalisiert werden.
Die Vertragsunterzeichnung soll angeblich am Mittwoch Nachmittag stattfinden. Als Kaufpreis werden rund 220 Mio. Euro kolportiert.
Ein Schlüsselthema bei den Verhandlungen waren Branchenkreisen zufolge zuletzt die Infrastrukturfrage und die Konditionen, zu denen die UTA nach einem Ausstieg der Energieversorger deren Infrastruktur weiterhin nützen werde. Die UTA gehört zu 75 Prozent den in der VTÖB zusammengeschlossenen acht Landesenergieversorgern, den Rest hält die Raiffeisen-Gruppe.
Großer gemeinsamer Marktanteil
Mit dem Zusammengehen von Tele2 und UTA würde der Telekom Austria
ein starker Mitbewerber erwachsen. Die beiden Unternehmen würden
Schätzungen zufolge auf einen gemeinsamen Festnetz-Marktanteil von
28 bis 33 Prozent kommen, Marktführer TA hält bei rund 50 Prozent.
Doch UTA-Übernahme durch Tele2Gesamtumsatz 2003 bei 360 Mio. Euro
Die UTA erzielte 2003 einen Umsatz von 245,5 Mio. Euro, beschäftigt aktuell 460 Mitarbeiter und betreut 520.000 Telefonie- und 345.000 Internetkunden. Im ersten Halbjahr 2004 steigerte die UTA das EBITDA-Ergebnis von 0,2 auf 5,5 Mio. Euro, der Umsatz erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 115,1 Mio. Euro.
Tele2 Österreich hat letzten Angaben zufolge mehr als 550.000 Festnetz-, Internet- und Mobilfunkkunden und beschäftigt in der Zentrale rund 30 Mitarbeiter und rund 170 im Call Center. 2003 belief sich der Umsatz in Österreich auf rund 114 Mio. Euro.
