Electronic Arts rutscht in Verlustzone
"Solides, aber gemischtes Quartal"
Der weltgrößte Anbieter von Computer- und Videospielen, Electronic Arts [EA], ist im abgelaufenen Quartal wegen einer Umstellung der Bilanzierungsmethoden in die roten Zahlen gerutscht.
Der Verlust belief sich in dem Ende Dezember beendeten dritten Geschäftsquartal auf 33 Millionen Dollar gegenüber 156 Millionen Dollar Gewinn ein Jahr zuvor, wie das US-Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte.
Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar und traf damit die Erwartungen der Analysten.
EA sieht sich zurzeit wachsendem Konkurrenzdruck ausgesetzt. Im vergangenen Dezember hatte der französische Medienkonzern Vivendi angekündigt, den US-Spielehersteller Activision zu kaufen.
Gedrückte Prognosen
EA-Chef John Riccitiello sprach von einem "soliden, aber gemischten Quartal". Der Umsatz sei getrieben worden durch Titel wie "Need for Speed", "FIFA 08", "Rock Band" und die "Sims".
Die Ankündigung des Unternehmens, die Spiele "Bad Company" und "Mercenaries 2" erst im nächsten Geschäftsjahr herauszubringen, enttäuschte allerdings den Handel und drückte zugleich die Prognosen des Spieleherstellers für das laufende Quartal.
Die Ausgaben im abgeschlossenen Quartal waren vor allem wegen der von Riccitiello eingeleiteten Reorganisation des Unternehmens höher ausgefallen als geplant.
(dpa)
