Kodak wieder in den schwarzen Zahlen
Langer Umstieg in die digitale Welt
Der US-Fotokonzern Eastman Kodak schreibt nach einem langjährigen Sanierungskurs wieder schwarze Zahlen.
Unter dem Strich stand 2007 erstmals wieder ein Überschuss von 676 Millionen Dollar nach einem fast ebenso hohen Verlust ein Jahr zuvor. "Unser Umbau ist geschafft, und Kodak ist mit neuer Kraft bereit zu wachsen", sagte Konzernchef Antonio Perez am Mittwoch.
Im vierten Quartal erreichte der Überschuss 215 Millionen Dollar [145 Mio. Euro] nach 16 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr fiel er um 2,5 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar.
Migration in die digitale Welt
Kodak hat einen vierjährigen, schmerzhaften Wandel vom traditionellen Fotokonzern in die digitale Welt hinter sich. Zu den wichtigsten Produkten zählen nun digitale Kameras und Tintendrucker.
In der Digitalsparte, die heute rund zwei Drittel der Umsätze erzielt, stiegen die Einnahmen im vierten Quartal um 15 Prozent, im traditionellen Geschäft fielen sie dagegen um 15 Prozent.
Einigen Analysten geht der Wandel bei Kodak nicht weit genug. Sie halten die Abhängigkeit vom traditionellen Filmgeschäft noch immer für zu groß.
Die Anleger belohnten die Zahlen mit einem Kursplus. Im vorbörslichen Handel stieg die Kodak-Aktie um gut zwei Prozent auf rund 20,90 Dollar. Binnen Jahresfrist verlor die Aktie allerdings fast ein Fünftel ihres Börsenwerts.
(dpa)
