Swisscom-Monopol soll endgültig fallen
Nach jahrelangem Ringen soll in der Schweiz nun auch das letzte Monopol der Swisscom auf dem Telefonnetz fallen: Der Nationalrat will die Hausanschlüsse öffnen. Eine Einschränkung macht er bei den Breitbandverbindungen, damit auch die Konkurrenten investieren.
Die alternativen Anbieter sollen vorerst nur zum Kupferkabelnetz, zu Mietleitungen und zur Kabelkanalisation Zugang erhalten. Einem entsprechenden Kompromiss von FDP, CVP und SVP hat der Nationalrat am Donnerstag als Erstrat mit 99 zu 77 Stimmen zugestimmt.
"Letzte Meile" wird geöffnet
Die Swisscom soll demnach der Konkurrenz auch die "letzte Meile"
zwischen Telefonzentralen und Hausanschlüssen zu kostenorientierten
Mietpreisen öffnen. Dabei werden die Anbieter die Preise unter sich
aushandeln.
SwisscomKommt dabei keine Einigung zustande, entscheidet die Eidgenössische Kommunikationskommission [ComCom] auf Gesuch einer dieser Anbieter sowie auf Antrag des Bundesamtes für Kommunikation [BAKOM}, wie BAKOM-Sprecher Bernhard Bürki gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte.
Bei den DSL-Verbindungen sieht der Kompromiss vor, dass die Swisscom die letzte Meile der Konkurrenz während zwei Jahren öffnet. Danach müssen die Konkurrenten aber eine eigene Infrastruktur aufgebaut haben.
Die Kommission hatte sich für eine vollständige Liberalisierung auch für Mobilfunk und drahtlose Breitbandnetze ausgesprochen.
