Microsoft bleibt im Visier der US-Justiz
Aufsicht um 18 Monate verlängert
Der Software-Konzern Microsoft bleibt weiter unter Beobachtung durch die US-Behörden. Bundesrichterin Colleen Kollar-Kotelly entschied am Dienstag, dass die 2002 nach der Einigung im Kartellrechtsprozess eingerichtete Aufsicht um 18 Monate bis November 2009 verlängert wird, um die Marktmacht des Unternehmens zu beobachten.
Kollar-Kotelly betonte, die Entscheidung des Gerichts sei nicht als Strafe gegen Microsoft zu verstehen. Grund sei, dass Microsoft einige technische Unterlagen zur Lizenzierung von Software noch nicht vorgelegt habe.
Justizministerium sieht Auflagen erfüllt
Zehn US-Staaten, darunter auch New York und Kalifornien, hatten das Gericht im vergangenen Jahr aufgefordert, die Aufsicht bis 2012 zu verlängern. Die Regierung von Präsident George W. Bush hatte sich dieser Haltung nicht angeschlossen.
Das Justizministerium erklärte, Microsoft habe alle Auflagen nach der Einigung im Kartellstreit erfüllt, weshalb die Aufsicht beendet werden könne.
Auch die EU-Kommission geht erneut gegen den weltgrößten Software-Konzern vor: Die EU-Behörde eröffnete Mitte Jänner in Brüssel zwei neue Missbrauchsverfahren, bei denen hohe Bußgelder drohen.
(APA | AP)
