Fruchtbarkeit auf Knopfdruck

29.01.2008

Australische Wissenschaftler arbeiten an einer neuen Methode der Empfängnisverhütung: Sie wollen den Samenfluss des Mannes mittels eingepflanzten Ventils über eine Fernbedienung steuerbar machen.

Der Kampf um die Fernbedienung könnte in Zukunft eine ganze neue Bedeutung gewinnen.

An der Universität von Adelaide arbeiten Wissenschaftler um Said Al-Sarawi daran, die mitunter irrreversible Vasektomie, das Durchtrennen der Samenstränge beim Mann, auf Knopfdruck aussetzbar zu machen, berichtet "New Scientist".

Dazu soll ein flexibles künstliches Ventil aus Silikon-Polymer in die Samenleiter eingepflanzt werden, das je nach Wunsch den Samen fließen lässt oder nicht. Die Steuerung des Ventils beziehungsweise seiner Ausdehnung soll dabei über eine Fernbedienung von außen erfolgen.

Eine Fernbedienung pro Ventil

Um Überraschungen zu vermeiden, soll jedes Ventil nur mit einer bestimmten Fernbedienung ansprechbar sein, die vorzugsweise beim Arzt hinterlegt werden sollte, so die Wissenschaftler.

Aktuell sei das Design der neuen Verhütung fertiggestellt, nun sollen Laborversuche die Wirksamkeit testen. Im Anschluss soll das Ventil bei Schafen und Schweinen getestet werden.

Ein Vorteil der neuen Methode sei, dass keine Operation dafür nötig ist, sondern das winzige Ventil auch mit einer Nadel eingeführt werden kann, so die Wissenschaftler. Im Gegenzug könnte das Ventil im Laufe der Zeit von Eiweiß verstopft werden.

(New Scientist)