Apple fehlt ein Viertel aller iPhones
Handys funken nicht im Netz von AT&T
Laut einer aktuellen Analyse nutzt rund ein Viertel aller iPhone-Käufer für ihre Mobiltelefonie nicht die Netze des US-Exklusivanbieters AT&T. Dadurch sei Apples Geschäftsmodell rund um das iPhone unter Druck weil weniger profitabel als erwartet, meint Toni Sacconaghi von Bernstein Research.
Ein Vergleich der Verkaufszahlen von Apple und AT&T zeige, dass 1,45 Millionen iPhones nicht in Verwendung sind. Unter der Annahme, dass rund 480.000 noch bei AT&T auf Lager liegen, fehle immer noch eine Million iPhones, die offenbar nicht genutzt werden - zumindest nicht im AT&T-Netz.
Strategisches Dilemma
Wo auch immer diese Handys funken, entsperrt in anderen US-Netzen oder als Grauimport anderswo: Apple entgeht dadurch eine Menge Geld, denn der Hersteller ist mit geschätzten 30 Prozent an den Mobilfunkumsätzen beteiligt.
Darunter würden auch Apples Zahlen leiden, so Sacconaghi weiter: Sollte Apple bis Ende des Fiskaljahrs 2008 zehn Millionen iPhones verkaufen und 30 Prozent der Handys weiter in Fremdnetzen funken, würde Apple dadurch 500 Millionen an Umsatz verlieren, rechnet er vor.
Würde Apple das Entsperren jedoch rigoros ahnden, könnte das wiederum in geringeren Verkäufen resultieren, die dann Umsatz und Gewinn ebenfalls belasten würden, so Sacconaghi weiter - ein strategisches Dilemma.
Apples Aktien schlossen am Montag bei einem Kurs von 130 Dollar und damit um rund 35 Prozent tiefer als noch zu Jahresanfang.
(Reuters)
