Neue Geräte von Nikon
D60 und neue Optiken
Nachdem die meisten anderen Hersteller ihre Vorankündigungen zur führenden US-Fotomesse PMA bereits in der vergangenen Woche publiziert hatten, hat am Dienstag Nikon nachgezogen.
Außer den üblichen Digicams präsentierte der Hersteller seine neue Einsteiger-Spiegelreflex D60 und eine Reihe neuer Objektive.
D60
Die D60 ist eine kompakte Kamera für Einsteiger, die wohl die D40x ablösen wird, mit der sie zahlreiche Eigenschaften teilt, etwa den 10-Megapixel-Sensor und die Baugröße.
Neu gegenüber dem Vorgänger ist die Bildverarbeitungspipeline, die auf Nikons "Expeed"-System basiert. Auch die Staubschutzmethoden wurden verbessert, so soll das "Airflow Control"-Gehäusedesign verhindern, dass der Schmutz überhaupt auf den Sensor gelangt. Schafft es doch einmal ein Krümel auf den Sensor, kann es immer noch vom Reinigungssystem abgeschüttelt werden.
Weiterhin hat Nikon der D60 eine Software zur Optimierung des Kontrastumfangs spendiert, die unter dem Namen "active d-lighting" läuft. Der Fotograf kann Bilder auch in der Kamera selbst bearbeiten.
Bedauerlicherweise hat die D60 von ihren kompakten Vorgängern die Einschränkungen der Kompatibilität zu älteren Nikon-Objektiven geerbt. Optiken ohne eingebauten Motor können zwar verwendet werden, allerdings muss der Fotograf manuell scharfstellen. Einsteiger wird das nicht stören, ambitionierte Amateure, die gerne ein kompaktes Zweitgehäuse hätten, schon eher. Inklusive der stabilisierten Kit-Optik mit dem schönen Namen AF-S DX 18-55mm f1:3,5-5,6G VR soll die Kamera zum Preis von 749 Euro auf den Markt kommen.
Tilt/Shift
Interessantester Neuzugang bei den Optiken ist das PC-E 24mm f1:3.5D ED, ein Tilt/Shift-Objektiv für Architekturfotografen, die die perspektivischen Korrekturen nicht der Bildbearbeitungssoftware überlassen wollen.
1.642 Euro will Nikon für dieses Schmuckstück haben. Obwohl eine Vollformat-Optik, kann das Objektiv an älteren Film-Nikons, darunter leider auch die F90 und die F90x, nicht uneingeschränkt verwendet werden. Außerdem ist der neue Nikkor an Digitalkameras mit APS-C-Sensor nicht so attraktiv.
Weiters präsentierte Nikon mit dem 16-85mm f1:3.5-5.6G ED VR AF-S DX ein neues Mittelklasse-Standardzoom zum Preis von 642 Euro sowie das Makro-Objektiv 60mm f1:2.8G ED AF-S Micro mit einem Abbildungsmaßstab 1:1 für knapp 540 Euro. Beide verfügen über einen Silent-Wave-Antrieb.
