Optischer Zoom und zwei Megapixel
Der Technologiekonzern Sharp hat ein neues Kameramodul vorgestellt, das bereits eine 2fach-Zoomlinse eingebaut hat.
Das Modul ist so klein, dass es in herkömmliche Handys und Handhelds verbaut werden kann, und soll soll noch im Oktober an die Hersteller ausgeliefert werden.
Die Anforderungen an Kamerahandys wachsen ständig. Es wird erwartet, dass diese Geräte mittelfristig Billig-Digicams ablösen werden. Während Konsumenten und Handyhersteller nach der Neuigkeitsphase nun qualitätsvollere Technologie erwarten, müssen die Hersteller von Kameramodulen auch den Formfaktor beachten. Aufgrund der Baugröße ist wenig Spielraum bei der Gestaltung möglich.
Hochauflösend und mindere Qualität
Die Megapixel-Jagd hat auch im Handybereich begonnen - die
Einführung des ersten Megapixel-Handys in Asien im Vorjahr war
bereits eine Sensation. Stand der Dinge sind derzeit zwei Megapixel
- doch aufgrund der Miniaturisierung wird sowohl bei Elektronik,
Sensor als auch Linse gespart. Das Ergebnis: Die Fotos sind zwar
hochauflösend, aber oft unscharf und mit Farbschleiern versehen.
Boom bei Digitalkameras hält anAnforderungen wachsen ständig
Sharp hat nun sein bestehendes LZ0P3731-Modul weiterentwickelt - ein 2-Megapixel-Kameramodul mit Autofocus. Die neueste Version hat einen optischen Zweifach-Zoom eingebaut - eine große Verbesserung zu bestehenden Modulen, die Bilder nur digital und somit mit entsprechendem Qualitätsverlust zoomen können.
Das Modul kann aufgrund seiner Größe in die populären Klapphandys ["Clamshells"] eingebaut werden, die aus zwei flacheren Teilen bestehen.
Der Preis des Prototypen beträgt derzeit 180 Euro. Im Massenmarkt wird der Preis rapide fallen; Sharp peilt bereits für das erste Monat eine Produktion von 400.000 Einheiten an.
Erstes Modell im Sommer vorgestellt
Das aktuelle Modell kann zwischen Einfach- und Zweifachzoom
umschalten. Die technische Herausforderung war, die Zoomlinse "nach
innen" zu bauen, um den gegebenen Formfaktor nicht zu ändern. Sharp
hatte bereits im Sommer ein eigenes Handy vorgestellt, das die
ersten Samples des Moduls eingebaut hat.
Sharp-Handy mit optischem ZoomHandy-Prototyp mit Brennstoffzelle
Der japanische Mobilfunker NTT DoCoMo hat zudem den Prototypen eines Handys mit Brennstoffzelle vorgestellt.
Das von Fujitsu produzierte Handy soll dem FOMA-Dienst des Konzerns einen zusätzlichen Aufschwung verleihen. Der Energieverbrauch ist vor allem bei 3G-Handys ein entscheidendes Kriterium.
Gegenwärtig erhältliche Lithium-Ionen-Batterien halten gerade zwei Stunden, wenn User auf ihrem Handy Videos schauen, Brennstoffzellen könnten die Nutzungsdauer zumindest verdoppeln.
