Intershop bleibt in den roten Zahlen
Die Krise beim angeschlagene Software-Anbieter Intershop verschärft sich.
Der Vorstand des börsennotierten Unternehmens revidierte am Freitag seine Prognose, nach der 2004 erstmals in der Firmengeschichte ein ausgeglichenes Nettoergebnis erzielt werden sollte. Erwartet werde nun ein Jahresverlust zwischen 4,5 und 5,5 Millionen Euro, teilte Intershop in Jena mit. Grund sei die weiterhin schwache Umsatzentwicklung.
Damit bleibt die finanzielle Lage des einstigen Aushängeschilds der Ostdeutschland-Internetwirtschaft angespannt.
Annähernd halbierte Kosten für 2004
Intershop mit derzeit noch 250 Angestellten hat in den
vergangenen beiden Jahren eine drastische Schrumpfkur zur
Kostensenkung hinter sich. 2003 hatte der Jahresverlust noch 18,6
Millionen Euro betragen. Der Vorstand rechnet 2004 bei annähernd
halbierten Kosten mit leicht sinkenden Umsätzen im Vergleich zum
Vorjahr. 2003 beliefen sich die Erlöse auf 23,2 Millionen Euro. Die
Zahlen für das dritte Quartal sollen am 29. Oktober vorgelegt
werden.
Intershop nähert sich Gewinnschwelle
