Zwischenbilanz bei US-Frequenzauktion

Mobilfunk
27.01.2008

Bisher 3,7 Milliarden Dollar geboten

Bei der mit Spannung erwarteten Versteigerung zusätzlicher Mobilfunkfrequenzen in den USA sind bis zum Wochenende Höchstgebote in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar eingegangen.

An der Auktion beteiligt sich neben den Branchenriesen AT&T und Verizon auch der Internet-Konzern Google, der ins Handygeschäft einsteigen will. Beobachter halten einen Gesamterlös des Staates für alle angebotenen Frequenzblöcke von weit über zehn Milliarden Dollar [6,8 Mrd Euro] für möglich.

Die derzeitige Gesamtsumme der Topgebote von 3,7 Mrd. Dollar setzt sich aus den jeweils höchsten Einzelofferten für mehrere Frequenzblöcke zusammen.

Unter den Hammer kommen bei der seit vergangenem Donnerstag laufenden Versteigerung Sendefrequenzen im 700-Megahertz-Band. Sie werden durch den Übergang zur digitalen Fernsehübertragung in den USA frei.

Verfahren kann Monate dauern

Für die Versteigerung zuständig ist die Federal Communications Commission [FCC]. Sie bestimmte auf Druck von Verbraucherschützern und auch Google, dass der Sieger sein Netz für Handys, Online-Anwendungen und Software aller Art öffnen muss. Für den zwischen den Anbietern bisher streng abgeschotteten US-Mobilfunkmarkt ist das eine absolute Neuerung.

Die Bieter dürfen sich bei der Versteigerung untereinander nicht absprechen. Sie müssen ihre Offerte elektronisch anonym abgeben. Das Verfahren kann je nach den Geboten Wochen oder gar Monate dauern.

Der Suchmaschinenriese Google ging bei der Auktion allein an den Start. Spätere Kooperationen oder Sublizenzen sind aber nicht ausgeschlossen.

(dpa)