GPS-Überwachung für Sexualstraftäter

pläne
26.01.2008

Bayern erwägt elektronisches Armband

Als erstes deutsches Bundesland erwägt Bayern, Sexualstraftäter nach ihrer Entlassung mit Hilfe von GPS-Ortungsgeräten zu kontrollieren.

Besonders rückfallgefährdete Gruppen wie Pädophile sollten von bestimmten Sicherheitszonen ferngehalten werden, sagte Justizministerin Beate Merk [CSU] dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Als Beispiel nannte sie Kindergärten. Die technischen Details sind noch nicht geklärt.

Diskutiert wird dem Bericht zufolge beispielsweise ein elektronisches Armband, in dem das satellitengestützte Navigationssystem GPS installiert ist. So wäre die Position der Person ermittelbar. Bei der Annäherung an einen Kindergarten würde das Gerät per SMS Alarm auslösen. "Ziel ist nicht die Totalüberwachung", betonte Merk.

Datenbank in Österreich

Innenminister Günther Platter [ÖVP] hat im Sommer das Konzept zur Einführung einer Sexualstraftäterdatei vorgestellt. Die Strafen für darin erfasste Täter sollen zum Teil drastisch verschärft werden.

(dpa)