29.09.2004

DEUTSCHLAND

Sony BMG sieht Ende der Branchenkrise

Die jüngst fusionierte Musikkonzern Sony BMG erwartet durch den Boom beim legalen Herunterladen von Musik aus dem Netz ein Ende der Branchenkrise. "Die Menschen sind wieder bereit, für Musik zu bezahlen", sagte Maarten Steinkamp, Chef von Sony BMG in Deutschland, am Mittwoch in Berlin.

Der Musikmarkt habe sich nun stabilisiert und könne aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. In den kommenden Jahren seien bei legalen Downloads gute Wachstumsraten zu erwarten.

Steinkamp erklärte: "Der Fluch von gestern ist der Segen von morgen." Lange Zeit seien die Internet-Piraterie und das illegale Herunterladen von Musik von der Branche als Bedrohung angesehen worden; dieser Trend kehre sich jetzt ins Positive.

Weniger CD-Rohlinge verkauft

Ein Zeichen dafür sei auch, dass weniger CD-Rohlinge für das Brennen von Musik-CDs als früher verkauft würden. Ziel von Sony BMG sei es, in den nächsten fünf Jahren auf dem Download-Markt eine Quote von 20 bis 30 Prozent zu erreichen.

Zu einem möglichen drastischen Personalabbau bei dem fusionierten Musikkonzern wollte sich Steinkamp nicht äußern. Nach Medienberichten soll im neuen Unternehmen Sony BMG rund ein Drittel der Stellen abgebaut werden, sodass es noch knapp 300 Mitarbeiter gebe.

Steinkamp bekräftigte, ein Teil der Mitarbeiter bleibe auch nach dem Umzug der Firma nach München in Berlin. Eine Zahl wollte er nicht nennen.