28.09.2004

BIS 3. 10.

Photokina beginnt in Köln

Die weltgrößte Messe für die Fotobranche, die Photokina, hat am Dienstag in Köln begonnen. Im Mittelpunkt der Schau bis zum 3. Oktober stehen neben Digicams und Fotohandys auch neue Software und kleine Fotodrucker für den Hausgebrauch.

Zu der Messe im zweijährigen Rhythmus erwarten die Veranstalter 160.000 Besucher in den Hallen am Rhein, wie die koelnmesse am Dienstag berichtete. 1.600 Aussteller aus mehr als 50 Ländern präsentieren ihre Neuheiten für die Foto- und Imaging-Branche.

Der eindeutige Trend der Messe sind kleine, handliche und dabei sehr leistungsstarke digitale Kompaktkameras mit vier bis acht Megapixeln. Zudem präsentieren die Aussteller Kamerahandys, die eine wesentlich höhere Bildqualität bieten.

Fotohandys für Schnappschüsse

Die neuen Geräte zeichnen sich nach Herstellerangaben besonders durch sehr verkürzte Verschlusszeiten aus und haben einen bis zu zwölffachen optischen Zoom. Auch das Thema Design spielt verstärkt eine Rolle.

"Das Fotohandy wird kurz- bis mittelfristig die Schnappschusskamera ablösen", sagt der Vizevorsitzende der Fotoindustrieverbands, Helmut Rupsch.

"Ein weitere Neuheit sind die digitalen Spiegelreflexkameras, die in zunehmender Stückzahl auf den Markt kommen", sagt Ulrike Hoberg von der koelnmesse. Die Geräte beispielsweise von Canon, Nikon und Kodak eigenen sich nach den Worten Hobergs für den ambitionierten Hobbyfotografen und seien zu "annehmbaren Preisen" von rund 1.000 Euro erhältlich.

Zudem werden DVD-Camcorder und High-Definition-Bildschirme präsentiert, die eine sehr hohe Bildauflösung haben.

Handel unter Druck

Doch trotz des anhaltenden Booms der digitalen Elektronik sind Industrie und Handel unter Druck. "Die Preisentwicklung ist für die Fotobranche nicht als glücklich zu bezeichnen", sagt Rainer Schmidt, Geschäftsführer des Verbandes der Photoindustrie.

Bei einem Durchschnittspreis von 300 Euro für eine Digitalkamera sei "nach unten hin nicht mehr sehr viel Luft".

Zwar sei der Markt in Deutschland nur bis zu zu 20 Prozent gesättigt. "Doch die Preiserosion ist schon dramatisch - es ist ein harter Wettbewerb mit geringen Margen", betont Sony-Deutschland-Chef Wolfdieter Griess.