Online-Börse sucht Nobelpreisträger
Mit einer virtuellen Börse will die Universität Frankfurt am Main die Wahl der diesjährigen Nobelreisträger vorhersagen können.
So steht die Nobelpreis-Aktie [Friedensnobelpreis] des ehemaligen UN-Waffeninspekteurs Hans Blix steht zurzeit hoch im Kurs, in Helmut Kohls dagegen investiert niemand mehr.
Für das Börsenspiel erhalten die Mitspieler ein Startkapital von 10.000 virtuellen Euro. Damit kann der Spieler Aktien derjenigen Kandidaten handeln, die nach seiner Meinung in diesem Jahr die begehrten Preise verliehen bekommen.
"Mit diesen virtuellen Börsen kann man Prognosen über Wahlergebnisse oder den Erfolg von Kinofilmen erstellen, die meistens genauer als traditionelle Umfragen sind", meint Bernd Skiera vom wirtschaftswissenschaftlichen Institut.
Bei der Vergabe der tatsächlichen Nobelpreise nächste Woche handelt es sich zwar nicht um eine Mehrheitsentscheidung wie bei einer Wahl. Die Macher der Nobelpreisbörse setzen jedoch darauf, dass ihre Anleger möglichst viele Informationen über die Chancen der einzelnen Kandidaten ansammeln, um den Wert ihres virtuellen Portfolios erhöhen zu können. Aus dieser breiten Informationsbasis soll sich eine möglichst gute Prognose ergeben.
Nobelpreisbörse
