Zehn Jahre Open-Source-Netscape

jubiläum
22.01.2008

Die Keimzelle von Mozilla und Firefox

Wie Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla Foundation, am Dienstag in ihrem Weblog erinnert, hat die mittlerweile aufgelöste Netscape Corporation am 22. Jänner 1998 den Quellcode des Navigators 5.0 unter eine freie Lizenz, die Netscape Public Licence [NPL], gestellt.

Damit war, wie Baker schreibt, der Grundstein zur Mozilla Foundation gelegt, aus der erst das gleichnamige Browser-Paket und später unter anderem Firefox und Thunderbird hervorgehen sollten.

Open Source als Überlebensstrategie

Das 1994 von Marc Andreessen und Jim Clark unter dem Namen Mosaic Communications Corporation gegründete Netscape sollte schon im November 1998 von AOL aufgekauft werden. Zu diesem Zeitpunkt war das Unternehmen bereits durch die "Browserkriege" mit Microsoft sehr geschwächt. Wie AOL kürzlich verkündete, wird der Support für Netscape zum 1. Februar 2008 eingestellt.

Schon im Februar 1998 gründete Netscape die Mozilla Organization, die sich um die Entwicklung des neuen freien Browsers kümmern sollte. Mit einer Anschubfinanzierung von AOL wurde die Gruppe 2003 als Mozilla Foundation in die gemeinnützige Freiheit entlassen. Firefox, der wohl bekannteste Nachfahre des Netscape Navigators, kam laut der Umfrage von Net Applications im Dezember 2007 auf einen Marktanteil von rund 17 Prozent weltweit.

Der Browser, der heute der 1998 freigegebenen Netscape-Suite wohl am stärksten ähnelt, ist SeaMonkey, dessen Programmierer das von der Mozilla Foundation 2005 aufgegebene Konzept der Browser Suite mit integrierten Clients für Mail, News und IRC sowie einem Website-Editor weiterentwickeln.