Basis für "Formwandler"-Bot geschaffen
Die aktuellen Mars-Rover "Spirit" und "Opportunity" manövrieren noch mittels jeweils sechs Rädern über die Planetenoberfläche.
Doch US-Forscher arbeiten nun an "Formwandler"-Robotern, die ihre Gestalt ändern und sich in mehrere Kleinteile aufspalten können, um Hindernisse in schwierigem Territorium bewältigen zu können.
Erste Algorithmen, die solche metamorphen Tricks möglich machen, wurden nun am Dartmouth College in New Hampshire entwickelt.
Diese Algorithmen können Roboter kontrollieren, die aus identen Bestandteilen bestehen und in der Lage sind, sich sowohl eigenständig, als auch im Verbund zu bewegen.
Da es derzeit noch an der nötigen Hardware fehlt, wurden die modularen Roboter virtuell konstruiert und mittels eines Software-Simulators Tests unterzogen.
Einige der SimulationenFinden sich automatisch wieder
Sieht sich ein Roboter vor einem unüberwindbaren Hindernis, können sich einige Bestandteile abspalten und ihren Weg als kleinere Einheiten oder einzeln fortführen.
Ein Roboter besteht laut den ersten Plänen der Forscher aus etwa 100 Modulen.
Wurde das Hindernis bewältigt, könnten die kleinen Module automatisch wieder zusammenfinden und eine große Einheit bilden.
"Die Algorithmen erlauben den Gebrauch von modularen Robotern für parallele Aufgaben, die sich immer wieder zerteilen und wieder kombinieren können und dabei die Fähigkeiten des Original-Systems beibehalten," so Projektleiter Zack Butler.
Verteilte Software
Normalerweise hat ein Roboter eine einzige zentrale
Kontrolleinheit. Doch das Ziel der Forscher war es, verteilte
Software für jedes Modul zu entwickeln, so dass die Mission auch
nach einem eventuellen Split weitergeführt wird.
Artikel im "Journal of Robotics Research"Anwendungsgebiete
Zur Anwendung kommen könnten die Roboter vor allem bei schwierigem und unwirtlichem Gelände, wie es etwa bei Planetenoberflächen vorkommt. Auch das US-Militär könnte Interesse an den Formwandlern zeigen.
Doch bis erste verlässliche modulare Robotersysteme fertiggestellt sind, wird es noch dauern. "Robuste und doch modulare Hardware zu entwickeln ist sehr schwierig, vor allem für derart herausfordernde Umgebungen," so Butler.
