Noch mehr Viren für Windows-Systeme
Die Zahl neuer Viren und Würmer, die Microsofts Windows-Betriebssystem im Visier haben, ist im ersten Halbjahr 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 400 Prozent gestiegen.
Rund 5.000 neue Windows-Viren und -Würmer wurden in diesem Zeitraum aufgespürt, wie eine Studie der Anti-Viren-Firma Symantec besagt. Zum ersten Mal sieht Symantec dabei jedoch kommerzielle Motive.
Laut einem Bericht des Sicherheitsunternehmens MessageLabs steigt die Anzahl der per E-Mail verbreiteten Viren deshalb so sprunghaft an, weil Virenschreiber und Spammer immer öfter zusammenarbeiten, um Sicherheitslücken in Microsofts Betriebssystem auszunützen.
Im Netz ist kürzlich ein Virus für eine Windows-Variante aufgetaucht, die noch gar nicht veröffentlicht wurde. "W64.Shruggle" greift Windows für 64-Bit-Prozessoren an - eine Windows-Version, die speziell für die neuen 64-Bit-Chips von AMD entwickelt wurde.
Virus für unveröffentliches WindowsAuch Linux zunehmend in Gefahr
So zahlen Spammer den Virenschreibern Geld, um sich Zugang zu so genannten Zombie-Rechnern zu verschaffen, über die wahllos Werbe- und Viren-Mails verschickt werden.
Symantec vermutet aber auch, dass in Zukunft mehr Viren für Linux-Systeme auftauchen werden, da die Nutzung des freien Betriebssystems auf Rechnern und Handhelds steigt.
