"Ich stehle nicht"
Pro-Filesharing-Kampagne gestartet
Carl Schlyter, schwedischer EU-Abgeordneter der Grünen, macht mit der am Freitag gestarteten Kampagne "I wouldn't steal" gegen die Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern mobil.
Die Medienindustrie habe es bisher nicht gechafft, attraktive Angebote für Internet-Nutzer bereitzustellen. Stattdessen setze sie den Tausch von Dateien mit Diebstahl gleich, heißt es auf der Website zur Kampagne in Anspielung auf einen Videoclip, der auf Miet- und Kauf-DVDs enthalten ist und mit dem Slogan "Downloading Pirated Films is Stealing" vor dem nicht autorisierten Download urheberrechtlich geschützter Filme warnt.
"Share. It's fair"
Dem hält die von der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz im Europaparlament unterstützte Kampagne einen eigenen Clip entgegen, an dessen Ende der Slogan "Share. It's fair" steht.
Die Kampagne, die auch auf den kulturellen Wert des Filesharings aufmerksam machen will, tritt dafür ein, künstlerische Arbeit zu vergüten, ohne dabei Konsumentenrechte einzuschränken.
Abgabe auf Werbung
So wird etwa eine Abgabe auf Werbung vorgeschlagen, mit der kulturelle Arbeit finanziert werden soll. Werbung sei eine Form der geistigen Umweltverschmutzung, ist auf der Website zur Kampagne zu lesen, die Zeit und Aufmerksamkeit stehle.
Unternehmen sollten dafür zur Kasse gebeten werden. Die Einnahmen sollen Künstlern zugutekommen.
