Longhorn soll Musikindustrie unterstützen
Die Veröffentlichung des nächsten Microsoft-Betriebssystems mit dem Namen "Longhorn" ist zwar erst für 2006 angepeilt, dennoch wird bereits jetzt spekuliert, mit welchen neuen Features der Windows XP-Nachfolger ausgestattet wird.
Microsoft diskutiert derzeit mit verschiedenen Plattenfirmen Möglichkeiten, wie Longhorn kopiergeschützte CDs unterstützen könnte.
Die Major-Labels, angeführt von EMI Music, erstellen derzeit eine Wunschliste mit möglichen Features. Vor allem geht es darum, den Umgang mit Kopierschutz zu vereinfachen, indem er tiefer in das Betriebssystem eingebettet ist.
Beta ab 2005
Longhorn soll 2005 in einer Betaversion erscheinen, 2006 soll
dann die finale Version für Desktop-PCs und Notebooks auf den Markt
kommen. Um dieses Ziel zu erreichen, musste Microsoft allerdings
einige der angekündigten Features wie das neue Dateisystem "WinFS"
streichen.
Microsofts mühsamer Weg zu LonghornEingeschränkte Nutzung von CDs
Eine Idee der Plattenfirmen wäre, das Betriebssystem eine CD beim Einlegen erkennen zu lassen und die Nutzung dann nach den jeweiligen Regeln der Plattenfirma zu erlauben.
Das könnte sowohl die Anzahl der erlaubten Kopien, als auch den Umgang mit heruntergeladenen Files betreffen. Bisher eingesetzte CD-Kopierschutz-Systeme interagieren nur wenig mit dem Betriebssystem und können relativ leicht übergangen werden.
Wichtig ist den Plattenfirmen jedoch, dass Kopierschutz-Technologien, die nicht aus dem Hause Microsoft stammen, dabei gleichwertig behandelt werden wie Microsofts eigenes DRM-System. Außerdem soll Longhorns Umgang mit den geschützten CDs die Kunden nicht verärgern.
Blockiert mobile Speicher
Zuletzt wurde bekannt, dass Unternehmen mit Longhorn die Nutzung
mobiler Speichergeräte wie etwa transportabler Musikplayer ganz
einfach blockieren können, gleichzeitig soll aber auch der Anschluß
derartiger Geräte an das Heimnetzwerk für den Enduser erleichtert
werden.
Nächstes Windows blockt mobile GeräteAuch Apple im Visier
Schon in den nächsten Wochen soll Microsoft mögliche Lösungen mit Vertretern der RIAA diskutieren, um sich so bald wie möglich auf einen Standard zu einigen.
EMI Music-Chairman David Munns erklärte jedoch, dass die Musikindustrie nicht nur mit Micrososft zusammenarbeiten wolle. Die Plattenfirmen hätten demnach auch erste Gespräche mit Apple geführt.
Weiters wolle man das Gerüst, das letztendlich für den Umgang mit Kopierschutz in Betriebssystemen entwickelt wird, allen Firmen, die Betriebssystem oder DRM-Systeme entwickeln, anbieten.
