E-Learning mit System
Als vor rund zehn Jahren das Schlagwort vom "Information Highway" in aller Munde war, träumten viele vom Lernen der Zukunft mit Computer und Internet.
Der angekündigte E-Learning-Boom blieb jedoch aus, weil viele Angebote zu wenig attraktiv sind und gesichtertes Wissen über das Lernen mit elektronischen Medien fehlt. Im Grunde sind sich die Beteiligten nicht einmal einig, was genau unter E-Learning zu verstehen ist.
E-Learning-Definition von Wikipedia
Unter E-Learning wird der Einsatz von Informations- und
Kommunikationstechnologien [IKT] bei der Wissensvermittlung
verstanden. E-Learning-Projekte realisieren elektronische
Lernumgebungen oder setzen in der Vorbereitungsphase [Kursauswahl,
Lehrmaterialentwicklung] bzw. Nachbereitungsphase [Kursevaluierung,
Transferunterstützung] IKT ein.
Was ist E-Learning?CMS für Lernmaterialien
In Österreich soll nun eine in Gründung befindliche Arbeitsgruppe eine einheitliche Vorgangsweise ermöglichen. Das Bildungsministerium, die Österreichische Computergesellschaft, Software-Hersteller und Schulbuchverlage wollen damit gemeinsam technische, organisatorische und didaktische Fragen klären.
Die derzeit im Schulbereich angebotenen Online-Materialien gehen vor allem auf das Engagement von Lehrern zurück, die bisher aber großteils unkoordiniert arbeiten.
Zur Schonung von Ressourcen wurde das Content-Management-System "Eduplone" entwickelt, das auf dem Open Source CMS "Plone" aufbaut. Damit ist es möglich, Lernmaterialien zu erstellen, verschiedene Bausteine zu einem Thema flexibel zu kombinieren und die Inhalte für verschiedene Medien - egal ob Internet, CD-ROM oder Buch - zu nützen.
Die großteils in Österreich entwickelte Plattform wurde bei einer Evaluierung von CMS für Schulen aus 220 Systemen unter die ersten drei gereiht.
eduplone.netVernetztes Lernen
E-Learning - richtig eingesetzt - kann das Lernen offener und selbstbestimmter gestalten, glauben Experten.
Es ermögliche gemeinsames Lösen von Aufgaben über Grenzen hinweg und versetze die Lernenden in eine aktivere Rolle. Mit eLearning soll man nicht nur lernen können, wann und wo man will, sondern auch wie man will.
Aus diesem Grund wollen auch klassische Fernstudien wie die Fern-Universität im deutschen Hagen in Zukunft mehr web-basierte Gemeinschaften ermöglichen.
Fernuniversität HagenMehr Spass
Das Problem der meisten E-Learning-Angebote sei, so Lisa Neal,
Chefredakteurin der US-Online-Publikation "eLearn Magazine", dass
sie zu langweilig seien, zu wenig Spass machen und die Möglichkeiten
der neuen Medien zu wenig nützen würden. Mehr Forschung,
Erfahrungsaustausch und Kooperation seien deshalb notwendig.
eLearn MagazineSonntag 22:30 im Ö1-Magazin matrix
"Lernen wann und wo man will" -
Sonja Bettel hat E-Learning-Fachleute gefragt, wie das Lernen im digitalen Zeitalter mehr Spaß machen kann, wer ganz besonders von den Angeboten profitiert und was sich am Lernen und Unterrichten in Zukunft ändern wird.
Lernen wann und wo man will
