TA-Teilverkauf auch erst 2005 möglich
Für die Telekom Austria [TA] hat der bisherige Beschluss in der Staatsholding ÖIAG, ein Aktienpaket von 17 Prozent noch heuer en bloc über die Börse zu verkaufen, nach wie vor Gültigkeit.
"Sollte sich bis Jahresende kein Zeitfenster für die Transaktion bieten, wird in der Aufsichtsratssitzung im Dezember eine Verlängerung dieser Ermächtigung um ein weiteres Jahr [also bis Ende 2005] beantragt", gab die ÖIAG Freitagnachmittag bekannt.
Ein ÖIAG-Aufsichtsrat meinte nach dem Treffen der ÖIAG-Spitze am Freitag, eine Platzierung des gesamten 17-Prozent-Pakets noch in diesem Jahr dürfte "praktisch nicht umsetzbar sein". Die 17 Prozent entsprechen 85 Millionen Stück TA-Aktien.
Durch die vor wenigen Wochen abgesagte Hochzeit mit de Schweizer Swisscom hatte der TA-Aktienkurs, zuletzt knapp über der Elf-Euro-Marke, merklich gelitten.
TA-Aktie rutscht noch weiter abEntscheidung über Vorstand
Besprochen wurde im ÖIAG-Aufsichtsrat auch Personelles rund um den vierköpfigen TA-Vorstand [Heinz Sundt/Vorsitzender, Stefano Colombo/Finanzen, Rudolf Fischer/Technik und Boris Nemsic/Mobilfunk].
Im Mai 2005 laufen hier die Vorstandsverträge aus. Die Klärung der Frage, wer neuer Vorstand wird, soll laut ÖIAG-Aufsichtsratskreisen in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der TA in der zweiten Oktoberwoche erfolgen.
Fischer hatte am Donnerstag erst seine Kandidatur für einen Wechsel in die ÖBB-Führung abgesagt. Man habe ihm "empfohlen, es nicht zu tun". Letztlich sei es aber seine "persönliche Entscheidung" und "eine Frage der persönlichen Schwerpunkte" gewesen, so Fischer.
