16.09.2004

"NOUSE"

Nase und Augen als Mausersatz

Kanadische Forscher haben ein System entwickelt, bei dem über eine Web-Cam die Nase des Nutzers den Mauscursor bewegt.

Die "Nouse" könne vor allem Menschen mit Behinderungen helfen oder ergänzend zur Tastatur eingesetzt werden, meint Dmitry Gorodnichy vom Institut für Informationstechnologie in Ottawa.

Zudem könne das Blinzeln des rechten oder linken Auges das Drücken der Mouse-Buttons ersetzen, schreibt das britische Fachblatt "New Scientist".

Zu Beginn jeder Computer-Sitzung macht die Kamera einen Schnappschuss des Nutzers, um seine Nase in einem 25-Pixel-Raster festzuhalten. Dieser spezielle Raster kann dann auch nach Bewegungen wieder gefunden werden.

"Sieht aber blöd aus"

Nach Ansicht des New Yorker Technologieexperten Joe Laszlo wird sich das Verfahren trotzdem nicht überall durchsetzen:

"Man kann einfach nicht über den Faktor hinweggehen, dass das Ganze ziemlich blöd aussieht. Und Menschen verweigern sich gewöhnlich den Dingen, die sie zum Blöd-Aussehen zwingen."