15.09.2004

GRENZENLOS

Handy-Telefonie im Flugzeug ab 2006

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will ab 2006 Handytelefonie im Flugzeug anbieten.

Eine Testreihe mit einem A320-Versuchsträger in der südfranzösischen Stadt Toulouse sei erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Dabei konnten laut Angaben Funkverbindungen über übliche Mobiltelefone im derzeitigen Mobilfunk-Standard GSM aufgebaut werden.

Das zum EADS-Konzern gehörende Unternehmen sprach von einem "Meilenstein" für die Nutzung persönlicher Mobiltelefone an Bord von Flugzeugen.

Nach Angaben von Airbus sollen mittelfristig Telefonate, E-Mail- und Internetzugänge im Flieger zu vernünftigen Preisen möglich werden. Die Tarife dürften deutlich unter denen für reine Satellitenverbindungen liegen.

Bündelung bereits im Flugzeug

Herzstück der fliegenden Handy-Telefonie ist eine Mini-Antenne, die an Bord sämtliche GSM-Signale aus der Passagierkabine bündelt. Ein Server leitet die Funksignale an die Satelliten des Globalstar-Netzes, die ihrerseits Kontakt mit Relais auf der Erde aufnehmen.

Über diese Bodenstationen werden die Verbindungen dann an die terrestrischen Handy-Netze übergeben. Durch die Empfangs- und Sendestation an Bord wird die Stärke der GSM-Signale im Flugzeug in Grenzen gehalten.

Der Flugzeughersteller absolvierte zudem auch erfolgreiche Versuche des gleichzeitigen Einsatzs verschiedener Funktechnologien an Bord eines A340-600. Diese Technik soll den E-mail- und SMS-Service ergänzen, der von Airbus bereits angeboten wird.