Handy-Telefonie im Flugzeug ab 2006
Der europäische Flugzeugbauer Airbus will ab 2006 Handytelefonie im Flugzeug anbieten.
Eine Testreihe mit einem A320-Versuchsträger in der südfranzösischen Stadt Toulouse sei erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Dabei konnten laut Angaben Funkverbindungen über übliche Mobiltelefone im derzeitigen Mobilfunk-Standard GSM aufgebaut werden.
Das zum EADS-Konzern gehörende Unternehmen sprach von einem "Meilenstein" für die Nutzung persönlicher Mobiltelefone an Bord von Flugzeugen.
Nach Angaben von Airbus sollen mittelfristig Telefonate, E-Mail- und Internetzugänge im Flieger zu vernünftigen Preisen möglich werden. Die Tarife dürften deutlich unter denen für reine Satellitenverbindungen liegen.
Die endgültige Entscheidung, diesen Dienst ihren Kunden anzubieten, bleibe aber den Fluggesellschaften und den Telekommunikationsfirmen vorbehalten, so Airbus.
Airbus testet mobile Telefonie in der LuftBündelung bereits im Flugzeug
Herzstück der fliegenden Handy-Telefonie ist eine Mini-Antenne, die an Bord sämtliche GSM-Signale aus der Passagierkabine bündelt. Ein Server leitet die Funksignale an die Satelliten des Globalstar-Netzes, die ihrerseits Kontakt mit Relais auf der Erde aufnehmen.
Über diese Bodenstationen werden die Verbindungen dann an die terrestrischen Handy-Netze übergeben. Durch die Empfangs- und Sendestation an Bord wird die Stärke der GSM-Signale im Flugzeug in Grenzen gehalten.
Der Flugzeughersteller absolvierte zudem auch erfolgreiche Versuche des gleichzeitigen Einsatzs verschiedener Funktechnologien an Bord eines A340-600. Diese Technik soll den E-mail- und SMS-Service ergänzen, der von Airbus bereits angeboten wird.
