Steckdosen-Prius kommt 2010
Toyota will Ende 2010 sein Hybridauto Prius mit direktem Anschluss für die Steckdose ausliefern. Auch andere Hersteller arbeiten am E-Auto.
Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe kündigte im Rahmen der US-Autoshow in Detroit an, dass der Hersteller Ende 2010 Behörden und großen Firmen einige hundert Prius mit Stromversorgung über die Steckdose zur Verfügung stellen will.
Sie sollen mit Lithium-Ionen-Akkus ausgerüstet sein, die zwar teurer sind als die bisher verwendeten, aber länger Distanzen ermöglichen. Einen Starttermin für Normalverbraucher kündigte Watanabe nicht an.
GM rüstet Volt aus
Auch General Motors [GM] arbeitet an einem Steckdosen-Auto: Der Chevy Volt sollte schon 2009 auf den Markt kommen, zuletzt verschob GM den Marktstart allerdings auf Ende 2010.
Er soll mit einer Batterieladung rund 80 Kilometer zurücklegen können, hat aber zusätzlich auch einen kleinen Verbrennungsmotor an Bord, der im Notfall die Batterie aufladen soll.
Den Volt hatte GM bereits bei der letztjährigen Autoshow vorgestellt.
Kleine Hersteller auf dem Vormarsch
Neben den großen Herstellern arbeiten auch viele kleinere Firmen an rein elektronisch betriebenen Autos. Fisker Automotive soll in Detroit das Sportauto Fisker Karma für 80.000 Dollar vorstellen, das bereits Ende 2009 auf den Markt kommen soll.
Auch er verfügt neben einem E-Antrieb über einen Verbrennungsmotor, der im Notfall aushelfen soll. Rein im Strombetrieb soll der Karma rund 80 Kilometer Distanz schaffen.
Er soll eine Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h erreichen und in knapp sechs Sekunden auf 100 beschleunigen. Firmengründer Henrik Fisker war früher Designer bei BMW und Aston Martin.
Hinter Fisker steht eine Reihe bekannter Namen, darunter die Investmentfirma Kleiner Perkins Caufield & Byers sowie Google und Amazon. Auch Al Gore ist mit von der Partie, als Berater für Kleiner.
(NYTimes | LA Times | Wall Street Journal)
