Keine Kostenexplosion bei Galileo
EU weist Spekulationen zurück
Die EU-Kommission hat Spekulationen über steigende Kosten für den Aufbau des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo zurückgewiesen.
Die Verwirklichung des Projekts werde wie von der EU-Kommission kalkuliert 3,4 Milliarden Euro kosten, sagte der Sprecher von EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot am Montag in Brüssel.
Der "Spiegel" hatte in seiner neuesten Ausgabe unter Berufung auf Fachleute der Industrie und Finanzexperten der EU berichtet, die Summe könne auf fünf bis zehn Milliarden Euro steigen. Die technische Entwicklung sei - anders als bisher behauptet - noch nicht abgeschlossen.
Betriebskosten nicht berücksichtigt
Der Finanzbedarf, den die Experten der Kommission ermittelt hätten, sei auch von der Europäischen Weltraumagentur [ESA] und nationalen Raumfahrtbehörden überprüft worden.
Allerdings seien dabei nicht die Kosten des Betriebs des Systems berücksichtigt, das 2013 an den Start gehen soll.
Die EU-Länder hatten sich nach langem Tauziehen im November über die Finanzierung und den Aufbau von Galileo geeinigt. Nachdem eine gemeinsame Finanzierung mit privaten Firmen gescheitert war, bezahlt die öffentliche Hand das wichtigste europäische Technologieprojekt.
Galileo soll dem US-Navigationssystem GPS Konkurrenz machen und bessere Dienste als dieses für Verkehr und Landwirtschaft leisten. Ab 2013 sollen bis zu 30 Satelliten im All Signale zur metergenauen Ortsbestimmung auf die Erde senden.
(futurezone | Reuters)
