Bewerbung per "Mydoom"-Quellcode
Britische Anti-Viren-Spezialisten der Firma Sophos haben ein etwas ungewöhnliches Bewerbungsschreiben erhalten.
Eingebettet in den Quellcode der zwei neuen Würmer "MyDoom.u" und "MyDoom.v" fanden sie den Satz: "Wir suchen Arbeit in der Anti-Virus-Industrie".
"Es ist schwer zu sagen, ob die Schöpfer diese neuen Versionen des MyDoom-Wurms es ernst meinen, aber es ist klar, dass sie in der Anti-Virus-Industrie keiner - und nicht mal mit der Kneifzange - anfassen würde", sagte am Freitag ein Sprecher von Sophos.
Die letzte Variante von "MyDoom" hattes es auf Suchmaschinen abgesehen. Google, Yahoo, AltaVista und Lycos fielen dadurch teilweise aus.
"MyDoom"-Version bremst SuchmaschinenNur langsame Verbreitung
Beide Würmer verbreiten sich vor allem über E-Mails. Ein Anhang blockiert den Zugang zu Anti-Virus-Seiten im Internet und verwandelt den Computer in eine Spam-Maschine, die massenhaft Müll-Meldungen verschickt.
Sophos zufolge verbreiten sich die Würmer allerdings nur sehr langsam. "Das ist nicht überraschend", sagte ein Firmensprecher. "Viele Urheber solcher Viren sind sehr leidliche Programmierer."
