Siemens-Chef bekräftigt Prognosen
Gerüchte über Gewinnwarnung dementiert
Es gebe keine Gewinnwarnung, sagte Siemens-Vorstandschef Peter Löscher in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "An der Einschätzung zu unserem Geschäft hat sich nichts geändert. Das brummt. Siemens strotzt vor Kraft."
Die Aktie des Münchener Technologiekonzerns hatte kürzlich wegen der Spekulationen über eine Gewinnwarnung teils deutliche Verluste hinnehmen müssen.
Zwei Wochen vor der Hauptversammlung des Technologiekonzerns am 24. Jänner in München bekräftigte Löscher auch seinen Willen zur vollständigen Aufklärung der Schmiergeldaffäre.
Spannung vor Hauptversammlung
Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, der Siemens-Aufsichtsrat wolle den Aktionären vorschlagen, drei früheren Vorständen bei der Hauptversammlung die Entlastung zunächst zu verweigern.
Laut "Spiegel" soll Ex-Konzernchef Klaus Kleinfeld, dem ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer sowie Ex-Personalvorstand Jürgen Radomski die Entlastung verweigert werden. Alle drei haben bestritten, von dubiosen Schmiergeldzahlungen bei Siemens gewusst oder solche Praktiken gar gebilligt zu haben.
Kleinfeld hatte sich jedoch selbst für eine Verschiebung der Abstimmung über seine Entlastung ausgesprochen.
(APA | dpa | Reuters)
