11.09.2004

AUF WUNSCH

Nächstes Windows blockt mobile Geräte

Microsoft hat nun einige neue Details zu dem für 2006 angekündigtem Windows-XP-Nachfolger Longhorn verraten.

So sollen Unternehmen die Nutzung mobiler Speichergeräte wie etwa transportabler Musikplayer ganz einfach blockieren können, gleichzeitig aber auch der Anschluß derartiger Geräte an das Heimnetzwerk für den Enduser erleichtert werden.

Auch Teile der grundlegend überarbeiteten Sicherheitstechnologie "Next Generation Secure Computing Base" [NGSCB] werden in Longhorn enthalten sein.

Schreiben auf USB unterbinden

Das Übertragen von Dateien auf und von portablen Geräten wie USB-Keys oder Musikplayern geht vielen IT-Managern schon zu einfach.

Sie fürchten, dass geheime Firmeninformationen auf diesem Weg sehr schnell herunterkopiert bzw. bösartiger Code in die Netzwerke eingespeist werden könnte.

Schon im Service Pack 2 für Windows XP ist daher die Möglichkeit integriert, das Schreiben auf USB-Geräte zu verhindern. Die für Longhorn geplanten Funktionen sollen aber weit darüber hinaus gehen.

Mit den "Plug and Play Extensions" soll genau festgelegt werden können, welche Übertragungswege genutzt werden dürfen und welche nicht.

"Es geht hier nicht nur um USB," so Windows-Entwickler Padmanand Warrier. "Man kann sich genauso schnell via Bluetooth oder anderes in den Rechner einklinken."

Zwar gibt es schon jetzt Software-Tools, die eine solche Kontrolle ermöglichen, doch genutzt werden diese bisher kaum.

"Einige" NGSCB-Funktionen

Welche "Next Generation Secure Computing Base"-Komponenten genau ihren Weg in das nächste Windows finden werden, ist jedoch nicht genauer bekannt.

Die Funktion soll zur einfacheren Nutzung jedenfalls Teil der Windows-API werden, bislang war noch spezieller Code notwendig.

"Wir sind auf dem Weg, zumindest einige der Funktionen in Longhorn zu integrieren", gab Steve Heil von Microsoft nur knapp bekannt.

NGSCB steht seit langem in der Kritik, da man eine Entmündigung der Nutzer am eigenen PC befürchtet, inbesondere wenn Hardware-Komponenten in das System fix eingebunden sind.

Des Weiteren wird befürchtet, dass Copyright-Inhabern zu weitgehende Rechte auf dem PC eingeräumt werden könnten.