Dell erwartet weiteren Preisrückgang
Der weltgrößte PC-Hersteller Dell erwartet positive Effekte von einem weiteren Preisrückgang bei PC-Komponenten.
Auf einer Präsentation in New York kündigte Firmenchef Kevin Rollins am Mittwoch an, das Unternehmen werde die aus einer aktuellen Überkapazität von Flachbildschirmen und breiter Verfügbarkeit von schnellen DDR2-Speicherchips zu erwartenden Preisvorteile an die Kunden weitergeben.
Traditionell profitieren Unternehmen mit Direktvertrieb wie Dell stärker von nachgebenden Preisen als die Konkurrenten, deren Computer-Produkte über den Zwischenhandel gehen.
Frische Prozessorleistung
Nach Einschätzung von Rollins wird sich der Trend in vielen
Firmen bis ins nächste Jahr hinein fortsetzen, ihre überalterten
Computerbestände durch neue Rechner zu ersetzen. "Auf den Rechnern
laufen heute so viele Prozesse im Hintergrund, wo es um Sicherheit
geht, und dabei wird viel Prozessorleistung benötigt", erklärte
Rollins.
Abschied von der Diskette fällt schwerStarkes Wachstum erwartet Dell nach Aussage von Rollins in seinem noch relativ jungen Printergeschäft, in dem das Unternehmen mit dem weltgrößten Drucker-Hersteller Hewlett-Packard konkurriert. Dell rechne damit, in diesem Jahr über die Round Rock-Druckersparte in Texas, die Drucker des Herstellers Lexmark unter eigener Marke weiter verkauft, rund fünf Millionen Printer zu verkaufen, sagte Rollins.
An der Technologiebörse Nasdaq legten Dell-Aktien am Mittwoch 1,1 Prozent auf 35,60 USD zu. Für das derzeit laufende dritte Quartal hat Dell einen Gewinn pro Aktie von 33 Cent vorhergesagt.
