Auf dem Weg zum 75-Dollar-Laptop

billiger
10.01.2008

Die Ex-Technikchefin der OLPC-Initiative will einen 75-Dollar-Laptop bauen und für den Massenmarkt anbieten.

Nachdem Mary Lou Jepsen ihre Position als Technikchefin bei der gemeinnützigen Organisation One Laptop per Child [OLPC] mit Ende des Jahres an den Nagel gehängt hat, will sie nun ein eigenes Billig-Laptop-Projekt starten.

Mit ihrer Firma Pixel Qi plant sie, ein Notebook zum Preis von 75 Dollar auf den Markt zu bringen. Bei OLPC war Jepsen vor allem für die Anordnung der Technik im Computer und die besonders sonnenresistenten Displays verantwortlich.

Nun will Jepsen nicht nur die kostengünstigen und energiesparenden Displays für alle möglichen Geräte vermarkten, sondern gleich ein ganzes Gerät bauen, das ganz auf den Massenmarkt ausgerichtet ist.

Ihr letzter offizieller Arbeitstag war bereits der 31. Dezember, Jepsen wird der Organisation aber als Beraterin weiter zur Verfügung stehen.

OLPC ohne Intel

Die OLPC-Initiative ist in letzter Zeit etwas ins Wanken geraten, nachdem Intel den Ausstieg aus dem Projekt bekanntgab, weil das Unternehmen mit dem Classmate PC ebenfalls den Ausbildungsmarkt in Schwellenländern besetzen will.

Zuletzt kündigte OLPC-Chef Nicholas Negroponte Dual Boot mit Windows XP auf dem XO sowie den Start von OLPC America an.

OLPC America

Laut Negroponte wird noch im Jahr 2008 ein US-Ableger seiner Initiative mit dem Namen OLPC America starten. Einen Direktor und einen Vorsitzenden für die Organisation habe man schon gefunden, so Negroponte. Sein Hauptquartier will OLPC America in Washington, D. C., aufschlagen.