Offizielle Verleihung der Goldenen Nicas
In Linz sind Freitagabend im Rahmen der "Ars Electronica" die Goldenen Nicas im Wettbewerb für Cyberkunst "Prix Ars Electronica" vergeben worden.
Bei der Eröffnungsgala präsentierte die japanische Gruppe "Sinktop" die "kleinste computerisierte Geschirr-Spüle", bei der man wegen der geringen Größe zwar höchstens ein Mokka-Häferl abwaschen, aber immerhin den Wasserfluss über Maus und Bildschirm steuern kann.
Staubsauger, Getränkemixer oder der Fernseher sind mit der Spüle vernetzt, stilgerecht wurden die Kerzen der Geburtstagstorte der "Ars Electronica" durch einen Spülen-gesteuerten Ventilator ausgeblasen.
Anschließend erfolgte die Preisverleihung. "Goldene Nicas" gab es für Chris Landreths animiertes Porträt "Ryan" des ehemaligen Meisteranimators Ryan Larkin, der nun in Kanada als Bettler in einem Missionshaus lebt.
Neben den Nicas als Trophäen wurden 14 Geldpreise in der Höhe von insgesamt 130.000 Euro vergeben. Das Ars Electronica Festival wird in diesem Jahr 25 Jahre alt und beschäftigt sich bis 7. September unter dem Titel "Timeshift" mit der Frage, wie die Welt in 25 Jahren aussieht.
Mehr dazu in ostereich.ORF.atDie Preisträger
Am Dienstag startet in Österreich das Copyright-Projekt "Creative Commons", das die Nica in der Kategorie "Net Vision" erhielt. Das legendäre Computerspiel "Tron" in echter Landschaft mit GPS-Daten aus dem Handy gesteuert zu spielen, ermöglicht Thomas Winklers "GPS::TRON" [Goldene Nica "u19 - freestyle computing"].
Einen Einblick in das konstante "Gemurmel" des Webs bietet der "Listening Post" von Mark Hansen und Ben Rubin ["Goldene Nica Interactive Art"], der in Echtzeit aus Internetchatrooms Satzfetzen filtert und diese auf 231 Kleinbildschirmen visualisiert und akustisch untermalt.
Thomas Köners "Banlieue du Vide" [ausgezeichnet in der Kategorie "Digital Musics"] zeigt schneebedeckte Straßen mit einem Soundtrack aus Verkehrslärm und Geräuschen.
Schon im Juni in New York überreicht wurden die "Nicas" in der Kategorie "Digital Communities" an die Internet-Enzyklopädie "Wikipedia" und das Aufklärungsprojekt "The World Starts with Me".
Und die in der Kategorie "next idea" ausgezeichneten Japaner um Takehisa Mashino brachten im Ars Electronica Center in Dampf projizierte Schmetterlinge dazu, auf Berührungen zu reagieren.
Die Preisverleihung wird am Sonntag [23.05 Uhr], auf ORF2 gesendet und ist auch am 4. Oktober [23.10 Uhr] auf 3sat zu sehen.
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